Der Wanderweg zwischen Eversberg und Föckinghausen ist Teil der Sauerland-Waldroute, die 2008 eröffnet wurde und auf auf 240 km von Iserlohn bis Marsberg führt.
Blick von Föckinghausen nach Eversberg
Diese Teilstrecke ist rund 5 km (alternativ 6 km) lang und bietet tolle Weitblicke über das Sauerland, Wald- und Feldwege, idyllische Bachläufe und Einkehrmöglichkeiten. Kurzum: Hier gibt’s den perfekten Mix für einen entspannten Wochenendspaziergang.
Malerische Furt im Tal der Gebke
Parken und starten kann man entweder am Wanderparkplatz Buchplette in Eversberg oder am Wanderparkplatz am Hotel Waldhaus Föckinghausen. Wenn man die Strecke nicht retour laufen machen möchte, ist die Route von Föckinghausen nach Eversberg die entspanntere, denn der Anstieg ist sanfter.
Mobile Abschusskanzel am WegesrandFichtenmonokulturen lassen sich im Sauerland nicht ganz umgehen
Ansonsten bietet sich der Weg als Rundweg mit Rastmöglichkeit an. Zum einen können die Wege jeweils in beide Richtungen variiert werden und sind trotzdem nur unwesentlich länger, zum anderen gibt’s sowohl in Föckinghausen als auch in Eversberg Rastmöglichkeiten – sowohl für ein kurzes Erfrischungsgetränk als auch eine deftige Stärkung.
Ob links oder rechts, beide Wege führen nach Föckinghausen
Der Weg ist durchgehend gut ausgeschildert (Wegemarkierung W) und lässt sich dank geschotterter Wege auch bei feuchter Witterung problemlos laufen. Da die Route zwischen Eversberg und Föckinghausen zahlreiche andere (Rund)Wanderwege kreuzt, lässt sich Strecke immer wieder neu variieren – beispielsweise durch das Gebketal entlang des gleichnamigen Baches in Richtung Velmede.
Der Weg von Meschede nach Berge zieht sich durch ein sanft geschwungenes Tal, das von einer Landschaft aus kleineren und größeren Hügeln eingerahmt wird – der sogenannten Caller Schweiz. Mittendrin: die Orte Calle und Wallen. Der Kapellenweg führt einmal rundherum – über Felder, durch Wälder und Dörfer, mit weiten Blicken, entlang pittoresker Bachläufe und – natürlich – einiger Kapellen.
Der gesamte Rundweg ist rund 14 km lang und gut ausgeschildert – man folgt einfach der Wegemarkierung C. Bei Bedarf kann die Strecke (auch noch spontan) zu einem 8 Kilometer langen Rundweg abgekürzt werden, die der hier beschriebenen Route entspricht. Als Start- und Zielort bietet sich Calle an. Parken kann entweder an der Wandertafel in der Ortsmitte oder auch an der Schützenhalle am Ortseingang – der Kapellenrundweg führt direkt auf der gegenüberliegenden Seite ins Feld hinauf.
Schöne Aussicht, unruhige Lage: die Schladekapelle bei Calle
Kurz vor der Kapelle auf der Schlade führt der Weg leider direkt entlang der viel befahrenen L840. Hier sollte man – wenn irgendwie möglich – auf das Feld ausweichen. Die Streckenführung entlang der Landstraße nach Meschede ist suboptimal und alles andere als ungefährlich. Hier wird schnell gefahren und häufig riskant überholt. Nicht verkehrsberuhigt, aber schön: der Weitblick ins Tal über Calle und Wallen.
Blick auf Calle und den Caller DomNepomuk-Kapelle in Mülsborn
Nach dem Queren der Straße geht es dafür umso ruhiger weiter. Teile des Weges führen nun über unbefestigte Feld- und Forstwege und sind bei feuchter Witterung nur bedingt zu empfehlen. Auf der Kuppe steht am Waldrand der Bildstock Langenberg, von dem aus sich ein schöner Blick ins Nachbartal eröffnet. Dorthin geht’s nun immer weiter hinab, bis man im Tal das kleine Örtchen Mülsborn mit malerischen Fachwerkhäusern und der rustikalen Nepomuk-Kapelle erreicht.
Grün bemooste Hunstein-Felsen
Ab hier folgt der Weg zunächst dem malerischen Verlauf des Schürenbachs, steigt dann sanft an und umrundet die grün bemoosten Felsen des Hunsteins. Wer mag, kann den bei trockener Witterung erklimmen – aber auch schon vom befestigten Weg aus eröffnet sich ein toller Blick über Calle und St. Severin, dem sogenannten Caller Dom. Durch den Wald schlängelt sich der Weg anschließend langsam ins Kelbketal bis zur gleichnamigen Kapelle hinab.
Dort folgt man entweder Teil 2 des Kapellenrundwegs in Richtung Voßwinkel und Wallen oder man kürzt ab und folgt der Kelbke, bis man nach rund 1 km wieder die Ortsmitte von Calle erreicht.
Dasitzen, schauen und genießen. Der sensationelle Ausblick von der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht ist sicherlich ein Highlight auf der Wanderung von Sassnitz zum Königsstuhl – immer entlang der Rügener Kreidefelsen. Mehr Eindrücke in Kürze.
Heute starte ich den kurzen Rückblick auf unseren kleinen Ostsee-Roadtrip durch Mecklenburg-Vorpommern. Los geht’s mit Wismar.
Mit der alten Hansestadt verbinde ich vor allem eins: Nosferatu! Und deshalb existierte Wismar in meinem Kopf bislang nur in Mono. Natürlich steht die altehrwürdige Hafenstadt für vieles mehr – auch und gerade historisch betrachtet. Aber mein erster Gedanke (und meine einzige Verbindung) war Murnaus Grusel-Klassiker. Das hat sich nach dem ersten Besuch im Wesentlichen nicht geändert – nur das Wismar nun etwas mehr Farbe bekommen hat.
Alter Hafen, Wismar
Mein Fazit nach einem Kurzbesuch: Sehenswert! Immerhin wurde die Altstadt (gemeinsam mit der von Stralsund) in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Es gibt zahlreiche pittoreske Häuschen, einen hübschen Marktplatz (Filmkulisse!) und einige klassische Speicher im historischen Hafen. Wismar ist beschaulich und überschaubar – ein Nachmittag sollte den meisten Besuchern daher locker reichen, um den Ort ausführlich zu erkunden.
Eigentlich ist ja schon Herbst, zumindest meteorologisch gesehen. Im Moment zeigt der sich aber noch von seiner sommerlichen Seite. Hoffentlich bleibt’s dabei, denn wir sind zu einer kleinen Tour an die Ostsee gestartet. Zum ersten Mal Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind gespannt.
Die Tage hat es mich für wenige Stunden ins nordfriesische Büsum verschlagen. Zu sehen gab’s Krabbenstände, Eisbuden, Shanty-Chöre und Meerblick – letzteren allerdings erst nach Entrichten einer Gebühr. Denn Meer gibt’s nur für zahlende Besucher. Tagesgast hin oder her, die kleinen Kassenhäuschen entlang der Promenade müssen ausnahmslos alle passieren. Mir ist klar, dass Büsum mit seiner Meeres-Steuer eher die Regel als die Ausnahme an der deutschen Küste ist. Trotzdem – dass man für Nordsee-Blick oder Strandspaziergang zahlen muss, damit werde ich mich damit wohl nie so richtig arrangieren können. Was dazu wohl Italiener, Spanier oder Griechen sagen würden…?
Die Wisente sind zurück im Rothaargebirge. Seit etwa zwei Jahren sogar in freier Natur, theoretisch nur im Wittgensteiner Land. Tatsächlich erdreisten sich die Rindviecher allerdings, die Grenzen des benachbarten Hochsauerlandes immer mal wieder mit Hufen zu treten. Im Schmallenberger Sauerland sorgen sie dann mit ihrem regen Appetit auf Baumrinde regelmäßig für Ärger. Aber damit können sich andere rumschlagen.
Ich habe die ablehnende Haltung der Sauerländer von Anfang an nicht wirklich nachvollziehen können. Ganz im Gegenteil – seit Monaten gibt es da diesen Vorsatz, den urigen Kolossen einen Besuch abzustatten. Und nun auch noch einen neuen Wisentpfad zwischen Jagdhaus und Wingeshausen…
Fernblick vom Kamm des Rothaarsteigs
Vorweg: Wir haben auf dem rund 13 km langem Rundweg leider keinen Wisent gesehen. Trotzdem gibt’s für diese sogenannte Rothaarspur eine Empfehlung. Gestartet sind wir in Wingeshausen. Von da geht’s eigentlich bis ins Schmallenberger Örtchen Jagdhaus immer bergauf, fast immer über seichte Steigungen. Vor allem zwischen Wingeshausen und der Wisent-Hütte bewegt man sich dabei meistens auf einem idyllischen Waldpfad, der zunächst durch dichte Fichten- und später durch freundlichere Laubwälder führt. Kurz vor Erreichen der Wisent-Hütte lichtet sich das Areal. Dort kann man einen Abstecher in die Wisent-Wildnis machen. Das kostet zwar Eintritt, dafür steigen die Chancen einen Wisent live zu sehen aber (vermutlich) deutlich. Denn in diesem eingezäunten Areal vergnügt sich die zweite Wisent-Herde. Wir waren nicht drin, werden das aber ganz sicher noch nachholen.
Wegmarkierungen für Wisentpfad und Rothaarspur
Stattdessen gab’s für uns Kaltgetränke und Snacks vor der Wisent-Hütte. Kleine „Warnung“ vorweg: Statt Latte-mit-sonstwas-Kaffee-Getränken gibt’s hier nur „stinknormalen“ Filterkaffee, statt Sahnetorten nur „schnöden“ Blechkuchen. Denn die Wisent-Hütte versorgt sich autark mit Strom und Wasser. Diese widrigen Umstände sorgten bei einem Rentner-Quartett (Anfahrt mit dem Auto) neben uns für lautstarke Verstimmungen…
Hinter der Wisent-Hütte geht’s bis zum Rothaarkamm weiter bergauf. Dort wird man mit einigen tollen Panoramablicken über die bewaldeten Hügel entlohnt. Die Strecke verläuft nun bis Jagdhaus fast eben und über die Hauptroute des Rothaarsteigs. Der Wisentpfad streift den Ort zwar nur, aber wer mag, kann hier natürlich (nochmals) Halt machen. Nach Jagdhaus geht’s dann lange bergab, statt Wald gibt’s weite Blicke über Wiesen. Der relativ steile Weg ist grob geschottert und deshalb leider nicht ganz so angenehm zu laufen, wie die Waldwege zuvor. Erst im Ihrigetal geht’s wieder auf Waldwegen weiter, die hier aber teilweise sehr schlammig und dadurch weniger gut begehbar waren. Nach einem erneuten Anstieg erreicht man dann kurz vor Wingeshausen das Bockeshorntal, das mit seinem mäandernden Bachbett eine idyllische Kulisse bietet.
Bachlauf im Bockeshorntal
Kurzes Fazit: Mit diversen kleinen Foto-Stopps und einer Pause an der Wisent-Hütte waren wir etwa 5 Stunden unterwegs. Der Wisentpfad ist durchgehend sehr gut beschildert – man folgt stets dem Wisent. Der Weg ist abwechslungsreich, mit Wald, Wiesen und einigen Weitblicken. Für manchen Streckenabschnitt ist unbedingt festes Schuhwerk empfehlenswert. Bänke für kurze Pausen oder zum Rasten sind eher rar. Letzteres kann man entweder in der Wisent-Hütte oder in einem der diversen Restaurants und Cafés in Jagdhaus und Wingeshausen. Als Startpunkt würden wir wieder Wingeshausen wählen, aber auch an der Wisent-Wildnis gibt’s einen großzügigen Parkplatz. In Jagdhaus gab’s dagegen – zumindest bei unserer Durchfahrt – keinerlei Parkmöglichkeiten mehr.
„Das Höchste im Münsterland“ – so wirbt das Café im Longinusturm. 32 Meter hoch ist der zwischen Havixbeck, Nottuln und Billerbeck gelegene Aussichturm. Und das mitten in den – für Münsterländer Verhältnisse – ohnehin hochgelegenen Baumbergen.
Bei bestem Sonntagswetter und klarer Sicht war der Longinusturm deshalb heute das Ausflugsziel unserer Wahl. Immerhin verspricht die Internetseite einen fantastischen Ausblick bis ins Emsland und den Teutoburger Wald, ins Sauerland und das Ruhrgebiet sowie in Richtung Holland.
Sattes Grün, knallgelber Raps und im Hintergrund die Turmspitzen des Billerbecker Doms
Tatsächlich hat man vom Turm aus einen tollen Rundblick über die Weiten des Münsterlands. Der Treppen-Aufstieg zum Turm ist nur über das Café im Erdgeschoss möglich und kostet einen (kleinen) Eintritt. Das ist in Ordnung, leider gibt’s trotzdem keine Infotafel oder Ähnliches. So empfehlen sich gute Ortskenntnisse zur Orientierung. Was man in der Ferne so sieht, kann man dann entweder erraten oder muss es später im Netz recherchieren. Dafür befindet sich ganz oben im Turm ein Wolpertinger-Nest. Naja…
Das Café im Erdgeschoss war sehr gut besucht und scheint ein beliebter sonntäglicher Treffpunkt für Biker aus dem Ruhrgebiet. Draußen sitzt man rund um den Turm auf rustikalen Bänken inmitten, drinnen sieht’s nicht so gemütlich aus. Ein wenig überzogen sind die Preise für Kaffee und Kuchen. Aber auch das lässt bei gutem Wetter verschmerzen. Von Münster aus erreicht man den Turm entweder per nachmittäglicher Radtour (immer die Baumberge rauf) oder in nur 20 Minuten mit dem Auto. Ab Havixbeck ist der Longinusturm ausgeschildert.